Herdernstrasse Zürich

architecture

HERDERNSTRASSE ZÜRICH

 

Wettbewerb 2014

in Zusammenarbeit mit Vuotovolume

Projektteam: Jan Derveaux, Selva Dietzfelbinger, Alexander Tartarotti

 

Der Wettbewerbsperimeter wird geprägt von unterschiedlichen Gebäudetypologien und vermit­telt einen heterogenen Eindruck. Die lineare und gleichförmige Bebauung entlang Eichbühl- Hard und Herdernstrasse bildet eine räumliche Klammer und umfasst das Innenge­biet mit solitären Gebäuden und eigenständige Ensembles. An der Ecke Herdernstraße-Bullingerstraße fehlt jede räumliche Fassung und der Straßenraum verfließt mit dem Innengebiet.

Das neue Wohngebäude vervollständigt die be­stehende Klammer, beschreibt den Eckpunkt und besetzt die Lücke. Das Gebäude schließt sich mit einer Gebäudetiefe von 12 Meter an die bestehende Bebau­ung der Herdernstrasse an. An der Süd-Ostseite (Bullingerstraße) faltet sich das Gebäude nach Innen und bildet so einen klaren und soliden Abschluss des Bandes.

Innerhalb dem kompakten Bauvolumen werden insgesamt 48 Wohnungen rund um vier Treppen­häusern angeschlossen. Im Dachgeschoss befinden sich Maisonette-Woh­nungen mit einer internen Treppe. Die Erschließungs- und Wohnräume verbinden als Raumkontinuum die Straßen- und Hofseite und lassen Tagelicht von beide Seiten in die Woh­nungen fließen. Es entstehen Wohnungen mit Durchblicke und einer großzügigen räumlichen Tiefe.

Die Fassade aus mineralverputzten Porenbeton fügt sich in die Umgebung von überwiegend ver­putzten Mauerwerk oder Backstein ein. Abge­schrägte Vertiefungen, sowie filigrane Aufsätze rund um den Fenstern bringen Tiefe in der Fassa­de und interpretiert das Ornament der Nachbar­häusern neu. Die Modellierung der Putzfassade erzeugt eine ständig wechselnde Komposition von Licht und Schatten. Im Sockelbereich wird ein linear strukturierte Putz verwendet welcher sich leicht vom oberen fein abgeriebenen Mineralputz absetzt.